Bei dieser Massage werden verschiedene Grifftechniken angewendet: Streichungen, Reibungen, Kneten, Walken, Klopfen und Vibrationen. Je nach Krankheitsbild setzt der Masseur diese Griffe ein, um eine optimale Wirkung zu erreichen.
Ziel der Massage ist eine bessere Durchblutung und somit eine Muskelentspannung und Bindegewebsstraffung.
Die Klassische Massage ist eine der bekanntesten Massageformen und wird von Masseuren/innen sowie Physiotherapeuten/innen praktiziert. Sie ist medizinisch und wissenschaftlich anerkannt und man ist von ihrer Wirkung überzeugt.
Unterwassermassage
Der richtige Name ist Unterwasserdruckstrahlmassage. In einer speziellen Badewanne wird mittels einer Pumpe und eines Schlauches, an den man je nach Krankheitsbild verschiedene Düsen aufschraubt, ein Wasserstrahl auf das Gewebe gerichtet und somit eine Massage verabreicht.
Die Unterwasserdruckstrahlmassage hat gleich drei Wirkungen auf den Körper:
eine thermische Wirkung durch das warme Wasser von 36° C - 38° C
eine mechanische Wirkung durch den Wasserstrahl
die Förderung des venösen Rückflusses durch den Auftrieb des Wassers
Lymphdrainage
Die Manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Form einer Massage. Hierbei wird mit leichten kreisenden Bewegungen die Aktivierung des Lymphflusses gefördert.
Die Wirkungen der Manuellen Lymphdrainage sind:
Entwässerung des Gewebes
Stärkung der Abwehrkraft
Hautfestigung
Nervenberuhigung, Regeneration und Entspannung
Verbesserung des Stoffwechsels im gesamten Organismus
Manuelle Lymphdrainage kommt aufgrund ihrer flüssigkeitsableitenden Eigenschaften häufig bei postoperativer Ödembildung zum Einsatz.
Fangopackung
Fango ist ein Mineralschlamm - entstanden aus Ablagerungen an Quellen und Seen vulkanischen Ursprungs (z.B. Eifelfango, Abanofango). Getrocknet und feinpulverisiert bindet es Wasser und Wärme. Es wird kalt, körperwarm oder heiß zu Packungen oder Bädern verwendet.
Bei uns wird ein mit Paraffin versetztes Fango als heiße Packung verwendet. Es hat die Eigenschaft, die Wärme lange zu halten. Wegen des enthaltenen Paraffins geht es mit Wasser keine Verbindung mehr ein. Darum bildet sich zwischen Haut und Packung ein Wasserfilm und es entsteht somit eine feuchte Wärme.
Eine Fangopackung ist eine ideale Vorbehandlung für eine Massage.
Heißluft
Die Heißluftbehandlung ist eine trockene Wärmebehandlung mithilfe von Heißluftduschen bzw. Kästen mit Glühlampen oder Heizwiderständen (Lufttemperatur 70 °C – 90 °C ).
Anschließend wird eine Massage empfohlen.
Stangerbad
Das Stangerbad ist ein hydroelektrisches Voll- oder Dreiviertelbad, das nach dem Ulmer Gerbermeister Stanger benannt ist, der diese Methode um 1900 entwickelt hat. Es wurde später von seinem Sohn, dem Ingenieur Stanger weiterentwickelt und perfektioniert. Während Stanger sen. noch Lohebrühe verwendete, werden heute andere gerbstoffhaltige und andere arzneiliche Zusätze benutzt. Die Führung des elektrischen Stromes ist sicherer und variabler geworden.
Zur Durchführung des Stangerbades dienen heute meist Wannen aus Kunststoff mit einem Fassungsvermögen von bis zu 600 Liter Wasser. Meist sind dies Kombinationswannen für Unterwasserdruckstrahlmassage und Stangerbad.
Bei den hydroelektrischen Bädern kommen im allgemeinen zwei Stromarten zur Anwendung:
a)Galvanischer Strom
Er fließt als konstanter Strom stets in gleicher Richtung und in gleicher Stärke von der Anode zur Kathode. Er wird erzeugt durch Akkumulatoren, Batterien oder durch Transformierung und Gleichrichtung des technischen Wechselstromes aus dem Stromnetz.
b) Faradischer Strom
Ursprünglich war er ein Wechselstrom mit spitzen positiven und flacheren negativen Zacken in zeitlich unregelmäßiger Folge. Seine Erzeugung im Induktorium wie auch die Anwendung sind überholt; nur die Bezeichnung hat sich übertragen. Die modernen Geräte liefern ihn heute in einer Vielzahl von Stromformen, die sich je nach dem Behandlungszweck variieren lassen.
Weil bei all diesen Strömen, die durch eine Impulsfolge gekennzeichnet sind, die Reizwirkung vorherrscht, werden sie in der modernen Elektromedizin unter dem Sammelbegriff Reizstrom geführt.
Die Stromrichtung wird durch die Elektrodenwahl festgelegt. Standardanwendung ist die Querdurchflutung; nach der halben Zeit ist eine Polwendung üblich.
Den Längsdurchflutungen in aufsteigender Richtung (kathode cranial = kopfwärts, Anode caudal = beinwärts) wird eine mehr anregende Wirkung, in absteigender Richtung (Anode = cranial, Kathode = caudal) eine mehr beruhigende Wirkung zugeschrieben.
Die Behandlung mit galvanischem Strom erzielt eine lang anhaltende Mehrdurchblutung des gesamten Organismus. In vielen Fällen kommt es zu einer Schmerzlinderung, die sich durch entsprechende Zusätze zum Wasser noch verstärken kann. So führt die Anwendung galvanischer Stangerbäder zu einer Minderung von Muskel- und Nervenschmerzen, besonders bei Muskelrheuma und Neuralgien (z.B. Ischias).